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2. Zeitungsartikel LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V. im Schwabacher Tagblatt 8. Dezember 2018

Weihnachtsfreude nur für andere

Nach verheerendem Feuer keine Wohnung mehr – Für Rollstuhl ist Barrierefreiheit nötig

REDNITZHEMBACH – In seiner Wohnung im Erdgeschoss des Hauses war Werner S. (Name geändert) völlig ahnungslos, als er plötzlich seinen Nachbarn vom ersten Stock klingeln und schreien hörte: „Es brennt! Raus!“ Werner S. schaffte es in seinem Rollstuhl gerade noch nach draußen vors Haus, da brannte das Dach schon lichterloh.

Die Feuerwehr war schnell am Brandort und pumpte Wasser aus dem Löschteich des Dorfes bei Rednitzhembach ins Haus, trotzdem haben Werner S., seine Frau und sein 18-jähriger Sohn seit dem Feuer kein Dach mehr über dem Kopf. Ebenso wie Familie M. mit kleinem Baby, die über ihnen wohnt (wir berichteten vor einer Woche), ist die Familie von Werner S. unverschuldet obdachlos.

Zwar kommen die drei für vier Wochen im Hotel unter – dafür kommt die Hausratversicherung auf, aber die Suche nach einer neuen Wohnung ist schwierig. Denn Werner S. ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Eine Wohnung für ihn muss also barrierefrei erreichbar und ebenso ausgebaut sein. Die bisherige in dem alten Haus hatte er endlich so weit umgestaltet, dass er mit seinem überbreiten Rolli hineinfahren konnte. Aber die ist vom Feuer und vom Löschwasser komplett zerstört. Eine neue Bleibe „gibt es entweder nicht“, sagt er nach den ersten Tagen der verzweifelten Suche, „oder sie kommt finanziell nicht in Frage“. Denn wenn der Frührentner seine Rente und das Pflegegeld komplett für die Miete ausgeben muss, dann bleibt außer dem Lehrlingsgehalt des Sohnes für die Familie „nichts mehr zum Leben übrig“.

Werner S., seine Frau und sein Sohn suchen nicht nur dringend nach einer bezahlbaren Wohnung, sondern müssen auch ihren gesamten Hausrat neu anschaffen – denn auch wenn die Versicherung haftet, bezahlt sie bei weitem nicht das, was sie jetzt tatsächlich brauchen. Werner S. vermutet: „Das wird nicht reichen.“

Trotzdem lässt er sich sein ehrenamtliches Engagement nicht nehmen. Obwohl selbst auch durch Übergewichtigkeit in seiner Bewegungsfähigkeit sehr eingeschränkt, organisiert er kurz vor Weihnachten alljährlich eine Feier mit Geschenken für Obdachlose in Nürnberg. Tage- und wochenlang sammelt er am Telefon Spenden von namhaften Sponsoren aus der ganzen Region ein, um den Schwächsten der Gesellschaft wenigstens ein bisschen Weihnachtsfreude zu schenken. Auch dieses Jahr will er das Fest partout stattfinden lassen, denn „die Menschen sollen auf keinen Fall darunter zu leiden haben, was mir passiert ist“. Mehr noch: Er habe ein schlechtes Gewissen, weil einige der Geschenke, die schon bei ihm zuhause gelagert waren, jetzt dem Feuer oder dem Löschwasser zum Opfer gefallen sind.

Die Familie von Werner S. und die Familie von Thomas M. aus dem ersten Stock, über deren Schicksal wir in der vergangenen Woche an derselben Stelle berichtet hatten, bleiben bei all dem Unglück miteinander verbunden, verweisen bei Hilfsangeboten auf die jeweils andere Familie und helfen sich gegenseitig.

Der LIONS-Club Schwabach kümmert sich seit vielen Jahren um die Belange bedürftiger Menschen. Die gespendeten Mittel gehen komplett ohne Abzüge an die Empfänger. Aus organisatorischen Gründen können wir keine Sachspenden annehmen. Geldspenden sind möglich unter: LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V., Konto 750 136 350, BLZ 76450000, IBAN DE22 7645 0000 0750 1363 50 bei der Sparkasse Mittelfranken Süd. Bitte vermerken Sie das Stichwort „Werner S.“.

car

1. Zeitungsartikel LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V. im Schwabacher Tagblatt 1. Dezember 2018

Nichts mehr übrig

Vom Feuer verbrannt oder vom Wasser vernichtet – Familie mit Baby wurde obdachlos

REDNITZHEMBACH – Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können, wenn Thomas M. (Name geändert) regulär von der Arbeit heimgekommen wäre. So aber musste sein Kollege und Mitfahrer an diesem Dienstag im November früher Schluss machen, weil er einen Arzttermin hatte. Thomas M. kommt also schon nachmittags nach Hause in die Wohnung im ersten Stock des Hauses in einem Rednitzhembacher Ortsteil, wo seine Frau im Wohnzimmer gerade das vier Monate alte Baby füttert – da hört er hinter der Tür zum Speicher ein Geräusch, das ihm völlig fremd ist. Er macht die Tür auf und sieht einen Feuerschein am Boden. Der erste Impuls: Wasser in einem Eimer aus dem Bad holen und auf die Flamme kippen. „Aber das Wasser läuft so langsam, weil der Druck so niedrig ist“, erinnert sich Thomas M. Er kippt einen halb gefüllten Eimer Wasser auf den Brand, läuft wieder zum Waschbecken, kippt wieder, läuft wieder. Beim dritten Mal reicht die Feuerwalze bereits bis an die Dachbodendecke – Thomas M. lässt den Eimer fallen, rennt zu Frau und Kind: „Raus hier!“, schreit er, und die Familie rettet sich – mit einem Fläschchen und der Wickeltasche – ins Freie.

Dann klingelt Thomas M. beim Nachbarn im Erdgeschoss Sturm, ruft ihn aus der Wohnung. Der behinderte Mann schafft es gerade noch in seinen Rollstuhl und nach draußen. Die Feuerwehr ist ganz schnell da, weil Nachbarn schon die züngelnden Flammen aus dem Dach gesehen und die Löschtrupps alarmiert haben. Aber wenn Thomas M. nicht selbst den durch einen technischen Defekt im Dachboden ausgelösten Brand bemerkt hätte – „ich wäre mit dem Baby nicht mehr bis zur Tür gekommen“, sagt seine Frau.

Nach drei Stunden Feuer und Löschwasser im ganzen Haus steht fest: Nichts ist mehr heil. Was die Flammen nicht versengt, verkohlt oder verräuchert haben, hat das Löschwasser, das die Feuerwehr aus dem schlammigen Löschteich gegenüber gepumpt hat, vernichtet. Papiere und Dokumente konnte die Familie später noch holen, sie wurden dann zum Trocknen ausgelegt. Aber Kleider, Möbel, Hausrat – alles futsch.

Mit beispielloser Hilfsbereitschaft haben Nachbarn und Bekannte jetzt schon Babysachen für den Kleinen spendiert, und wenige Tage nach der kompletten Zerstörung ihrer Wohnung hat sich jemand gemeldet, der ihnen sein kleines Häuschen zumindest für ein Jahr vermietet. Als geschickter Handwerker kann Thomas M. in der Übergangs-Bleibe vieles selbst ein- und umbauen. Trotzdem fehlt es jetzt vor allem am Geld, um wenigstens eine Dusche installieren zu können oder eine kleine Küche auszustatten. Denn was weg ist, bleibt weg: Die Familie hat keine Hausratversicherung. „Das ist das erste, was ich jetzt mache“, hat Thomas M. gelernt.

Neben der Familie von Thomas M. ist der verheerende Brand auch für den schwerbehinderten Nachbarn im Erdgeschoss und dessen Familie ein tragischer Schicksalsschlag. Über dessen Situation berichten wir in der nächsten Woche an derselben Stelle.

Der LIONS-Club Schwabach kümmert sich seit vielen Jahren um die Belange bedürftiger Menschen. Die gespendeten Mittel gehen komplett ohne Abzüge an die Empfänger. Aus organisatorischen Gründen können wir keine Sachspenden annehmen. Geldspenden sind möglich unter: LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V., Konto 750 136 350, BLZ 76450000, IBAN DE22 7645 0000 0750 1363 50 bei der Sparkasse Mittelfranken Süd. Bitte vermerken Sie das Stichwort „Thomas M.“.

car

In vier Zeitungsartikeln werden Schicksale von Menschen beschrieben, die unverschuldet in Not geraten sind und sich bemühen aus dieser Situation wieder rauszukommen, es ohne Hilfe aber nicht schaffen.

Die Artikel erscheinen jeweils an den vier Wochenenden vor Weihnachten im Schwabacher Tagblatt. Sie können mit einer Spende unter den angegebenen Stichwörtern direkt helfen.
Die Beträge, welche mit Stichwort eingezahlt wurden, kommen den Familien, nach Lions-Art, in voller Höhe zu Gute.

Wir bedanken uns bei Ihnen, als Spender. Einen besonderen Dank auch an das Schwabacher Tagblatt, welches diese Aktion wieder möglich machte.

Wie kann ich helfen

Sie können helfen, indem Sie auf das Spendenkonto des Lions Hilfswerks Geld überweisen.
Das Geld geht ohne jegliche Abzüge an bedürftige Einzelfälle oder soziale und kulturelle Projekte weiter. Lions arbeiten ehrenamtlich, stellen nicht nur ihre Ideen und Arbeit für das Hilfswerk zur Verfügung, sondern berechnen auch keine Verwaltungskosten.
Lions hilft, helfen auch Sie !

Spendenkonto Lions Hilfswerk Schwabach e.V.:
Bank: Sparkasse Mittelfranken-Süd
IBAN: DE22 7645 0000 0750 1363 50
BIC: BYLADEM1SRS


Falls Sie eine Spendenquittung wünschen, so fordern Sie diese doch bitte über unser Kontaktformular mit Ihren Namen und Ihrer Anschrift an. Wir werden Ihnen dann so schnell wie möglich eine Quittung zukommen lassen.

 

Weblinks

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