3. Zeitungsartikel LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V. im Schwabacher Tagblatt 12. Dezember 2020
Mit sechs Kindern auf allerengstem Raum
Syrische Familie sucht eine Wohnung
SCHWABACH – Es ist eng in der Gemeinschaftsunterkunft. Und laut. Kein eigenes Bad, keine eigene Küche für den alleinerziehenden Vater Abdul A. und seine sechs Kinder. In drei Zimmern schlafen, leben, lernen, spielen sie – alle sieben. Eigene Möbel: Fehlanzeige, die sind nicht erlaubt in den kleinen, beengten Räumen der Unterkunft. Abends, wenn die drei kleinen Jungs – der Jüngste ist gerade mal vier Jahre alt, die nächsten beiden sieben und neun – einschlafen wollen, um fit zu sein für Schule und Kindergarten, wird direkt vor ihrem Zimmer in den Gängen – in dem Haus wohnen vor allem junge Männer – noch laut geredet und gesungen.
Schon die Flucht der Familie aus dem Bürgerkriegsland Syrien über mehrere Stationen hat lang gedauert, bis der Witwer mit seinen Kindern vor zwei Jahren in Deutschland ankam. Eine Aufenthaltsgenehmigung hat er, und er ist dankbar, dass sie hier sein können: „Ich mache mir immer wieder bewusst, dass es uns viel, viel besser geht als meinem Bruder und seiner Familie in Syrien“, betont Abdul A. und freut sich über die Hilfsbereitschaft vieler Menschen, die ihm hier begegnen.
Schwierig ist es freilich trotzdem für die siebenköpfige Familie, auf engstem Raum zu leben. Zwar lernt der ausgebildete Französischlehrer fleißig deutsch und spricht es schon sehr gut. Und seine Kinder kommen gut zurecht in der Schule. Aber schon das Lernen an einem einzigen Tisch ist schwierig.
Und dann kommt Corona noch dazu: Die Schule ist zwischendurch geschlossen, aber wenn für die Familie dann auch noch Quarantäne angesagt ist und alle sieben dafür zwei Wochen lang nach Nürnberg umziehen müssen, dann kommen sie auch nicht an die Lernmaterialien ran. Die liegen nämlich in einer Kiste an der Schule.
Die Schulausstattung aber ist nur eine der Schwierigkeiten. Für die sechs Kinder müssen jetzt in der kalten Jahreszeit auch Winterjacken und warme Schuhe gekauft werden, zu Weihnachten wären wenigstens ein paar Spielsachen schön, und das Homeschooling der Großen erfordert eigentlich noch einen Computer – bisher behilft man sich in der Familie mit den beiden vorhandenen Smartphones.
Aber gegenseitige Hilfe ist selbstverständlich in der Familie: Wenn der Papa im Deutschkurs sitzt, holt eine der beiden großen Töchter den Kleinsten vom Kindergarten ab. Und der 19-jährige Sohn hilft seinen Brüdern bei den Hausaufgaben mit.
Alle halten zusammen, trotzdem wäre es schön, sagt Abdul A., wenn die Familie ein bisschen mehr Platz und ein Stück privaten Raum hätte: Wenn die 14-jährige Tochter in Ruhe für die Schule lernen könnte und wenn ihre kleinen Brüder abends ohne Krach einschlafen könnten – eine Wohnung für die Familie mit Küche und Bad und ein paar eigenen Möbelstücken wäre „wundervoll“.
Der LIONS-Club Schwabach kümmert sich seit vielen Jahren um die Belange bedürftiger Menschen. Die gespendeten Mittel gehen komplett ohne Abzüge an die Empfänger. Aus organisatorischen Gründen können wir keine Sachspenden annehmen. Geldspenden sind möglich unter: LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V., Konto 750 136 350, BLZ 76450000, IBAN DE22 7645 0000 0750 1363 50 bei der Sparkasse Mittelfranken Süd. Bitte vermerken Sie das Stichwort „Abdul A.“.
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2. Zeitungsartikel LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V. im Schwabacher Tagblatt 5. Dezember 2020
WENN NUR JONATHAN BALD HEIMKOMMT!
Es hätte alles auch anders kommen können, aber Hermi F. hat sich für den positiven Weg entschieden. Auch wenn er der schwierigere ist. Es war die dritte Schwangerschaft, alles schien gut zu laufen, bis die Frauenärztin meinte: Es stimmt bei Ihrem Baby etwas mit dem Herzen nicht. Untersuchungen in Nürnberg bestätigten: kleinere Löcher, Down Syndrom, kein Gen-Fehler, sondern eine „Laune der Natur“ und Gründe genug, an eine Abtreibung zu denken. Aber Hermi und ihr Partner Peter S. beschlossen: „Wir behalten das Kind!“ Jonathan sollte der Bub heißen, er kam zwei Monate zu früh auf die Welt, und das ganze Bündel an Problemen stellte sich erst jetzt heraus: die Lunge noch nicht ausgereift, Gaumenspalte, Ernährung nur über eine Magensonde möglich, zu wenig rote Blutkörperchen – und im Endeffekt drei Löcher im Herzen. Drei Monate kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen, Jonathan ist noch immer in der Erlanger Klinik, Hermi fährt jeden Tag zu ihrem Kind, das – noch – auf der Intensivstation liegt. Vielleicht kommt es bis Weihnachten nachhause, die Operationen werden trotzdem nicht zu Ende sein.
Dieses Zuhause in Schwabach ist eine zwar geräumige Wohnung unterm Dach, aber es gibt renovierungsbedürftige Zimmer, die ab Herbst nicht mehr zu benützen sind. Vielleicht dass der Dachdecker helfen kann, der schon zum Nachschauen da war, oder der Kammerjäger gegen den Mäusebefall, der Installateur gegen den Wasserschaden in der Küche: normale Wohnverhältnisse sehen anders aus. Aber was war schon „normal“ im Leben dieser inzwischen 38jährigen Frau, die einst mit ihren Eltern in Langenzenn gelebt hat: in zerrütteten Familienverhältnissen, die Mutter dem Alkohol und den Drogen verfallen, der Vater selbst in einer neuen Ehe drogenabhängig, wie sich Hermi erinnert. Als neue Bleibe blieb für sie und einen ihrer Brüder nur das Heim. Immerhin hat sie dort vor zwanzig Jahren den Hauptschulabschluss geschafft, eine anschließende Lehre aber abgebrochen. Der Vater konnte und wollte sich nicht kümmern, die Wohnung war viel zu klein, Hermi wich zu diversen Freunden aus. Von einem hat sie dann ihr erstes Kind bekommen: Frank. Der macht’s inzwischen „ganz gut“ in der Schwabacher Förderschule, die Verbindung seiner Mutter zu Peter S. als Vater stolperte zunächst unsicher über diverse Trennungen dahin. Bis man sich vor neun Jahren doch entschloss, beisammen zu bleiben; Susann kam, und der kleine Jonathan war jetzt die Folge einer misslungenen Verhütung. Da könnte man an Sterilisierung denken, aber Hermi weiß wirklich nicht, ob sie das will, von den Kosten mal ganz abgesehen. Der Partner ist im Moment ohne Arbeitsstelle. Er muss sich, wenn sie jetzt täglich in Erlangen ist, um die anderen beiden Kinder kümmern. Aber ist wild entschlossen, sich ab Januar mit Hilfe des Arbeitsamts einen Job zu suchen. Und wenn Jonathan dann zuhause sein wird und man eine Betreuung findet, will auch Hermi nach Möglichkeit halbtags arbeiten: „Was es gibt, gibt’s“, sagt sie und meint alle Formen von Arbeit zwischen Putzen und Einzelhandel. Denn es geht verdammt eng zu bei Familie F & S unter der Armutsgrenze. Gerade jetzt, wo Corona bedingt die „Tafel“ und die „Kleiderkammer“ geschlossen sind – gerade jetzt, wo Hermi 40 Kilo abgenommen hat und von den alten Sachen nichts mehr passt.
Auf der Liste, die dem Lions-Club vorliegt, steht so vieles, das dringend notwendig und von jedem Luxus weit entfernt ist: Lattenroste für die Betten, Babyflaschen, Winterklamotten für alle, warme Unterwäsche. Die größten Posten: ein Wäschetrockner würde Hermi den Haushalt sehr erleichtern, ein Drucker die Zusammenarbeit der beiden Kinder mit der Schule. Das läppert sich zusammen, noch gar nicht gerechnet sind die Monatskarten des VGN, die Hertha für ihre Fahrten nach Erlangen bislang braucht – und dabei haben die beiden anderen Kinder ihren kleinen Bruder noch gar nicht gesehen.
Weihnachten, das ist für Hermi und ihre Familie im Moment hauptsächlich noch ein finanzielles Problem: „Wir hatten an den Feiertagen immer zu wenig zu essen.“ Wenigstens ein bisschen was von den Spenden, die über Lions erbeten werden, sollte für das weihnachtliche Wunschessen abgezweigt werden können – Rouladen oder „saure Zipfel“. Aber viel wichtiger ist Hermis Entschluss jetzt im Advent: „Ich möchte mein Leben um 180 Grad drehen!“ Nicht alles hat sie dabei allein in der Hand: zum Beispiel ihre Zuckerkrankheit, die sich schwer einstellen lässt, oder ob ihr Partner einen festen Job bekommt. Denn dann, weiß die Betreuerin der Jugendhilfestation, könnte vieles leichter werden.
Der LIONS-Club Schwabach kümmert sich seit vielen Jahren um die Belange bedürftiger Menschen. Die gespendeten Mittel gehen komplett ohne Abzüge an die Empfänger.

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1. Zeitungsartikel LIONS-Hilfswerk Schwabach e.V. im Schwabacher Tagblatt 28. November 2020
DEN ALLEINERZIEHENDEN VATER TRIFFT DIE PANDEMIE BESONDERS HART.
Nein, die Wohnung des alleinerziehenden Vaters ist nicht als "Männerhaushalt" erkennbar. Schon beim Eintritt fällt der aufgeräumte, blitzsaubere Flur auf. Alfred K. (Name geändert) sagt, er wolle seinen Kindern und sich nach all den Querelen der Vergangenheit ein gemütliches und sicheres Familienheim bieten.
Vorausgegangen war die schmerzliche Trennung von der Lebenspartnerin. Die ersten Jahre der Familie waren eine schöne und harmonische Zeit. Den zunehmenden Alkoholkonsum seiner Frau habe er lange nicht bemerkt. Mit der Zeit habe die Alkoholsucht der Frau aber immer gravierendere Formen angenommen und endete in Gewaltexzessen gegen die drei Kinder und den Mann. Mehrere Entzugsversuche waren erfolglos. Der Trennungsprozess eine schmerzliche und einschneidende Erfahrung, die auch an den Kindern nicht spurlos vorüber gegangen ist. Den Kleinsten hat es am stärksten getroffen. In der Förderschule hat er sich inzwischen gut entwickelt, so dass Aussicht auf eine Integration in die Normalschule besteht.
Mit der Trennung verbunden war auch ein Umzug in eine kleinere Wohnung, die für den Alleinverdiener eine große Belastung darstellt. 585,- € Miete, 35,- € Strom, 17,- € Parkplatz und jetzt noch Corona bedingt Kurzarbeit bis voraussichtlich Mai 2021! Da bleiben als Gehalt und Kurzarbeitergeld 1.200,- € übrig. Alles ist sehr knapp kalkuliert. Für die 54 Km zur Arbeit in Allersberg (z. Zt. an drei bis 4 Tagen) braucht der Vater unbedingt ein Auto. Das ist allerdings schon sehr betagt; 27 Jahre alt. Alfred K. ist sehr geschickt und hat das betagte Fahrzeug schon oft wieder mit geringen Mitteln zum Laufen gebracht. Aber jetzt wird der TÜV dem ein Ende setzen. "Wovon soll ich ein neues Auto finanzieren?" Mit Schulden hat er bei der Trennung schlechte Erfahrungen gemacht!
Im Haushalt sind einige Anschaffungen nötig. Vieles hat Alfred K. von Arbeitskollegen und gebraucht gekauft und geschenkt bekommen. Für den Buben bräuchte er ein größeres Bett mit Matratze und Bettzeug. Sehr würde sich der Junge auch über ein größeres Fahrrad freuen und zu Weihnachten über ein Skateboard. Die wachsenden Kinder bräuchten immer wieder neue Kleider (Jacke, Hose warme Schuhe) besonders jetzt für die kalte Jahreszeit. In der Küche fehlen Stühle, eine Lampe. Für den Schreibtisch wäre eine Arbeitsleuchte sehr gut. Auch für die Schule fallen immer wieder Ausgaben an, wie Stifte Bücher und Arbeitsmaterialien. Die Waschmaschine steht im Bad, zur Ergänzung wäre eine Schleuder hilfreich.
Ich bitte im Namen des Lions Club um eine großzügige Spende unter dem Stichwort: „Alfred K.“ Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam dem alleinerziehenden Vater den Eintritt in eine bessere Zukunft erleichtern können!
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