Veranstalter der Activities ist das Lions Hilfswerk Schwabach e.V.;

SCHWABACH – Das ist aller Ehren wert. Und einer besonderen Anerkennung: Schülerinnen und Schüler der Schwabacher Realschule haben ein ganzes Schuljahr zum „sozialen Jahr“ gemacht. In Kindergärten, in psychosozialen Einrichtungen und in Pflegeheimen haben sie sich engagiert und dort regelmäßig sozialen „Dienst“ geleistet, teilweise sogar während der Ferien.

Die Anerkennung dafür ist den Achtklässlern sicher, aber der Lions Club Schwabach hat den jungen Leuten diese Anerkennung nun auch in barer Münze mitgebracht. Einen Scheck über 500 Euro überreichte Club-Präsident Sascha Spahic an die verantwortliche Lehrerin Dr. Anja Klos-Hoffmann.

Mit dem Geld werden die jungen Leute nach München fahren und dort eine soziale Einrichtung des Kolping-Werkes besichtigen. Besondere Überraschung: Von Schulleiter Nikolaus Schöpp bekommen die 18 Jugendlichen dafür im nächsten Schuljahr einen Tag schulfrei.

Lions-Präsident Sascha Spahic, der zusammen mit den Lions Club-Vertretern Dr. Martin Heubeck und Robert Scherbel an der Feierstunde der Schule teilnahm, freute sich, dass die Spende des Clubs nicht nur eine Belohnung bedeutet, sondern zum weiteren sozialen Engagement der Schülerinnen und Schüler beiträgt. Die wertvollen Einblicke, die sie bei diesem Besuch erhalten, „können auch prägenden Einfluss auf ihre Zukunft haben“.

car

Staffelübergabe mit Blick zurück und in die Zukunft: Mit einer stolzen Bilanz hat sich Dr. Stephan Brückner, der Präsident des Schwabacher Lions Clubs, nach einem Jahr Amtszeit von seiner Aufgabe verabschiedet. Gleichzeitig übernahm bei einer feierlichen „Amtsübergabe“ mit goldenem Staffelstab Sascha Spahic als neuer Präsident die Aufgabe für die kommenden zwölf Monate bis Mitte 2026.

„Stolz“ sei er, so Brückner bei der Feier im Schwabacher Gasthaus „Der Stern“, auf das vielfältige Engagement der Mitglieder im Lions Club. Gemeinsam habe man viel bewegt. So konnte auch im abgelaufenen Jahr wieder eine ordentliche Summe für wichtige Hilfsprojekte gesammelt werden. Unterstützt werden damit zum Beispiel Schwimmkurse für Grundschulkinder, gesundes Frühstück in Kitas oder das Projekt Lions Quest, eine Fortbildung für Lehrkräfte zur Stärkung von sozialen Kompetenzen in den Schulklassen.

Engagiert sind die Mitglieder des Clubs nicht nur als bewährte Gastgeber beim Bürgerfest-Weinausschank, als Los- und Glühweinverkäufer auf dem Weihnachtsmarkt oder als Mitorganisatoren des Schwabacher Adventskalenders und Spendensammler beim Weihnachtsprosecco in der enoteca von Enzo Olmorisi. Auch mit der beliebten Krapfen-Ausfahr-Aktion zum Faschingsauftakt oder mit den eigens gepackten und selbst gelieferten Weihnachtspäckchen für bedürftige Familien leistet der Club alljährlich konkrete Hilfe in Schwabach. Zahlreiche Trinkbrunnen sind inzwischen in Schwabacher Schulen installiert. Gezielt geholfen wird alljährlich in der Adventszeit mit besonderen Spendenaufrufen für „Weihnachtsfälle“, und spontan unterstützt der Lions Club immer wieder schnell und unbürokratisch, wenn man/frau in Not ist.

„Gemeinsam Gutes tun und dabei Spaß haben!“ Das ist auch die Devise von Sascha Spahic, der das Präsidentenamt nun für die nächsten zwölf Monate innehat. Gemeinsam mit dem Vorstand und dem Hilfswerk des Clubs wird er Veranstaltungen und Aktionen organisieren, damit auch in Schwabach weiterhin gilt, was das Motto der weltweit tätigen Organisation verspricht: „We serve.“

 


Die Glaskannen mit Tee und Wasser stehen schon auf den kleinen Tischen, blaue Heidelbeeren, gelbe Paprikastückchen und grüne Gurkenscheiben sind lecker auf einem großen Portionsteller angerichtet, daneben stehen die gekochten Eier, Butter, Wurst und Käsewürfel. Es ist Frühstückszeit im Anne-Franck-Kindergarten in Schwabach. Um acht geht’s los, die Kinder warten schon, dass sie sich am Buffet hinter den Tischchen noch Tassen, Müsli oder Knäckebrot holen, und nach dem Frühstück räumt jede, jeder sein Geschirr wieder auf.

Einmal pro Woche, immer mittwochs, sind die etwa 80 Jungs und Mädchen im Anne-Franck-Kindergarten zum gesunden Frühstück eingeladen. Und nutzen es „immer mehr“, beobachtet Leiterin Juliane Kerling. Denn das Angebot ist ziemlich neu: Vor drei Monaten hat der Kindergarten damit begonnen. Inzwischen wurde ein Bollerwagen angeschafft, mit dem jeden Dienstag acht Kinder mit einer Erzieherin zum Einkaufen marschieren. 

Auch im Waldemar-Bergner-Kindergarten und im Haus für Kinder Altstadt gibt es das gesunde Frühstück in ähnlicher Form seit Kurzem beziehungsweise ab Pfingsten. In der Bergner-Kita wird einmal monatlich zusammen gefrühstückt – ein echtes Event unter einem Motto wie zum Beispiel „Superhelden“ mit verschiedenen Müslis. Auf dem neu angelegten Hochbeet haben die Kinder für den gemeinsamen Frühstückstisch schon erste Radieschen und Erdbeeren geerntet, erzählt Kita-Leiterin Elke Schwarz.

Und im Kinderhaus Altstadt, wo gerade noch die Organisationsphase läuft, sollen die Kinder, so der Plan von Leiterin Susanne Grundl, sogar jeden Morgen gesund und nachhaltig in ihren Tag starten können.

Initiiert hat die Idee vom „gesunden Frühstück“ ursprünglich der Schwabacher Lions Club. Und dafür – das Wichtigste! – einen Großteil des notwendigen Geldes bereitgestellt. Der Gedanke traf bei der Stadt und ihren kommunalen Kindergärten auf offene Ohren und freudige Mitarbeit (von den vier städtischen Kitas beteiligt sich lediglich die in Forsthof nicht an dem Vorhaben, weil es dort bereits ein eigenes Projekt mit Obst und Gemüse gibt). Und je nach Konzeption der Kita werden die Frühstückstage unterschiedlich gestaltet – täglich, wöchentlich oder monatlich, mit offenem Buffet oder als gemeinsame Mahlzeit, mit gemeinsamem Bollerwagen-Einkauf oder als Thementag. Das Kinderhaus Altstadt wird, weil es das gesunde Frühstück dort täglich geben soll, auch die Eltern mit einem kleinen Obulus einbinden.  

Der Lions Club freut sich über die positive Resonanz, bereitgestellt hat er bis zum Jahresende 7000 Euro – je nach Größe der jeweiligen Kinderzahl auf die drei Kitas verteilt. Doch Präsident Dr. Stephan Brückner und Projektgründer Dr. Carsten Krauß versichern bei der Übergabe der Spende, dass sich das Hilfswerk des Clubs langfristig engagieren will. Ob weitere Kitas aufspringen wollen, wird sich zeigen – immerhin gibt es 24 Einrichtungen in der Stadt. Und ein gesundes Frühstück statt Frühstücksfernsehen mit Müsli statt McDonalds-Tüte finden alle lecker. Auch die Kinder, die sich jetzt noch eine Gurkenscheibe schnappen.

 

Bildinfo:
Paprika und Gurke, Käsebrot und Müsli. Das gesunde Frühstück für die Kinder im Anne-Franck- und zwei weiteren Kitas hat der Lions Club initiiert und großteils bezahlt. Die Auftakt-Spende von 7000 Euro haben (stehend von links) vom Lions Club Dr. Carsten Krauß und Präsident Dr. Stephan Brückner überreicht. Für die Stadt freut sich Referent Knut Engelbrecht und für die Kitas die Leiterinnen Juliane Kerling (Anne-Franck) und Elke Schwarz (Waldemar-Bergner).

„ich + ich = wir“. Eigentlich ganz einfach. Und selbstverständlich. Aber so einfach und selbstverständlich funktioniert anscheinend nicht mehr viel in unserem Zusammenleben.

Damit ich + ich ein Wir ergibt, mit allen Folgen des Zusammenseins und Zusammengehörens, müssen wir einiges lernen. So früh wie möglich. Darum kümmern sich Profis. In Schwabach kümmert sich darum gerade ein eigenes Seminar für Lehrer.

18 Lehrerinnen und Lehrer der Realschule lassen sich drei Tage lang schulen bei einer Fortbildung unter dem Titel „Lions-Quest“, ausgerichtet vom Schwabacher Lions Club, damit sie ihre Fünft- bis Zehntklässler in „Lebenskompetenzen“ unterrichten können. Ein zertifiziertes, und wie es so schön heißt, „evaluiertes“ Programm.

Was also passiert in den Tagen? Erstes Treffen der knapp 20 Kolleginnen und Kollegen im Haus der Begegnungen: Trainerin Andrea Friedrich, 59 Jahre alt, Realschullehrerin in Rehau und seit ihrer Teilnahme bei Lions-Quest vor 17 Jahren fest überzeugt von dessen Sinn und Nutzen, begrüßt die Frauen und Männer gleich mit einem herzlichen „Du“ und schafft sofort fröhliche Stimmung.

Obwohl schon ein anstrengender Schultag hinter den Paukern liegt und sie hauptsächlich deshalb hier sind, weil ihr Rektor Nikolaus Schöpp dieses Seminar für eine grandiose Sache hält, machen alle mit beim Aufwärmteil, und tatsächlich: Das Eis ist binnen Minuten gebrochen.

Vom Aufstehspiel je nach Sympathie für irgendwas („ich mag … gemeinsam kochen oder „ich mag … Haustiere“) bis zum Gruppenfinden („gruppiert Euch nach Eurer Lieblingseissorte“) reichen die ersten Übungen. „So geht es den Kindern auch, wenn sie zum ersten Mal in die Schule kommen“, macht die empathische Powerfrau Andrea Friedrich ihren Kolleginnen und (einem) Kollegen klar.

Darauf beruht das gesamte Prinzip der drei Seminartage: „Learning by doing“, die Erwachsenen erleben selbst wie eine Klasse oder Gruppe mit, wie es Schulkindern ergeht und wie sie lernen können, wie soziales und kommunikatives Leben funktioniert. Wie sie sich und andere integrieren, aber auch Grenzen setzen können.

Da geht es zum Beispiel um Regeln. Eine ganz simple steht am Anfang: Wenn die Trainerin (oder der aktuelle Sprecher einer Gruppe) die Hand hebt, kehrt sofort Ruhe ein. Die Regeln werden wie ein Vertrag von Erwachsenen und Schülern unterschrieben.

Für Klassengemeinschaften essentiell: Es geht um Gruppen. Alle zu integrieren, nicht nur in einer Gruppe agieren zu können, das ist wichtig, sagt Andrea Friedrich.

Immer geht es auch um Störungen und Konflikte: Selbst wenn ich als Pädagoge eine tolle Schulstunde vorbereitet habe, hört mir derjenige nicht zu, dem grad die Saftflasche in der Schultasche ausgelaufen ist. Wie formuliere ich „überlegte Ich-Botschaften“? Was ist Zeitmanagement? Was bewirkt ein „Energizer“?

Unter Überschriften wie zum Beispiel „Der dreibeinige Hocker“ erarbeiten die Pädagogen dann eine Stunde, die Fähigkeiten, Anerkennung und Verantwortung thematisiert. Und diskutieren dann ausführlich, welche Teile dieser Schulstunde gut und welche für Fünftklässler zu schwierig oder nicht nachvollziehbar sind.

Unter dem Motto „Alles im Eimer?“ steht eine Stunde, bei der vom frühen Aufstehen eines Schülers über seinen ganzen Tag alle Situationen mit „grün“ oder „rot“ gewertet werden – dann ist nicht alles nur gut oder schlecht, gibt Friedrich zu bedenken, „sondern vielleicht auch eine Chance“.

Dass das Seminar zustande gekommen ist, liege maßgeblich am umtriebigen Engagement des Schwabacher Lions Clubs, freut sich Realschulrektor Schöpp. Die Organisation habe immer wieder dafür geworben und auch Sponsoren gefunden (zum Beispiel die Hermann-Guthmann-Stiftung, die KKH-Krankenkasse sowie den Lions-Bezirk, das Haus der Begegnungen stellt die Räume gratis zur Verfügung), um die Fortbildung unter dem Titel „Erwachsen werden“ samt dickem Ordner als Unterrichtsmaterial für die Lehrer kostenfrei anbieten zu können.

Aber auch die Organisatoren vom Lions Club, Dr. Martin Heubeck und Robert Scherbel, bedanken sich bei Schöpp. Er war sofort an Bord, als das Seminar bei einer Schulleiter-Konferenz vom Schul- und Sportamt der Stadt vorgestellt wurde. Und er will nochmal zwei Kollegengruppen zu zwei weiteren Seminaren (im nächsten und übernächsten Jahr) schicken.

„Wie schaffen Sie es“, erkundigt sich da Trainerin Andrea Friedrich voller Bewunderung, „dass fast 20 Kollegen auf Fortbildung sein können, ohne dass die Schule zusammenbricht?“ Tja, da kann Schöpp stolz auf sein Kollegium sein: „Den Schultag fangen andere Kollegen auf, die eigentlich frei haben.“

 

Was ist Lions-Quest? Das Lebenskompetenzprogramm „Erwachsen werden“ für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren ist eine Lehrerfortbildung für bis zu 28 Personen. In knapp drei Tagen werden Unterrichtseinheiten erarbeitet, mit denen Lehrerinnen und Lehrer eine gelingende Gruppenarbeit initiieren und begleiten können. Junge Menschen erfahren, wie sie bewusster mit eigenen und den Gefühlen anderer umgehen können. Sie lernen, sich verantwortungsvoll zu verhalten und engagieren sich bewusster für die (Klassen-)Gemeinschaft. Quelle: Lions-Quest

 

 

 

 

Unterkategorien

Wie kann ich helfen

Sie können helfen, indem Sie auf das Spendenkonto des Lions Hilfswerks Geld überweisen.
Das Geld geht ohne jegliche Abzüge an bedürftige Einzelfälle oder soziale und kulturelle Projekte weiter. Lions arbeiten ehrenamtlich, stellen nicht nur ihre Ideen und Arbeit für das Hilfswerk zur Verfügung, sondern berechnen auch keine Verwaltungskosten.
Lions hilft, helfen auch Sie !

Spendenkonto Lions Hilfswerk Schwabach e.V.:
IBAN: DE97 7656 0060 0007 8672 04
BIC GENODEF1SWR
VR-Bank Mittelfranken Mitte eG

IBAN: DE22 7645 0000 0750 1363 50
BIC: BYLADEM1SRS
Sparkasse Mittelfranken Süd

Adresse
Lions Hilfswerk Schwabach e.V.
c/o Bernhard Hofbauer
Lindenstraße 44b, 91126 Schwabach


Falls Sie eine Spendenquittung wünschen, so fordern Sie diese doch bitte über unser Kontaktformular mit Ihren Namen und Ihrer Anschrift an. Wir werden Ihnen dann so schnell wie möglich eine Quittung zukommen lassen.

 

Weblinks

Für die freundlicher Unterstützung
www.werbe-stadtgemeinschaft.de