Veranstalter der Activities ist das Lions Hilfswerk Schwabach e.V.;
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Das gesunde Frühstück braucht mehr Geld
Der Lions Club will die Projekte an Schwabacher Kitas weiter unterstützen
Frische Beeren oder Birnenspalten, aufgeschnittene Gurkenscheiben, ein bisschen Müsli oder vielleicht lieber ein Brot mit Käse oder Aufstrich? Einmal in der Woche beziehungsweise einmal im Monat wird das Büffet angerichtet oder die Tische gedeckt in drei Schwabacher Kindergärten: Dann steht ein leckeres Frühstück für alle parat, und die Kinder greifen beherzt und hungrig zu.
In drei Schwabacher Kindertagesstätten gibt es das gesunde Frühstück bereits. Im Anne-Frank-Kindergarten, in der Waldemar-Bergner-Kindertagesstätte und im Haus für Kinder Altstadt wird im regelmäßigen Rhythmus morgens gemeinsam, (möglichst) gesund, nachhaltig und lecker aufgetischt. Möglich ist das Angebot, weil der Schwabacher Lions Club die Idee dazu hatte und einen großen Teil der finanziellen Unterstützung dazu aufbietet. Damit das auch nach 2026 möglich ist und vielleicht noch mehr Schwabacher Kitas dabei sein können, bittet der Lions Club um Spenden.
Mit zunächst 7000 Euro für das erste Jahr und 8500 Euro für das nächste Jahr 2026 sorgt der Lions Club dafür, dass die Kindergärten regelmäßig zum Einkaufen fürs gemeinsame gesunde Essen gehen können.
In der Waldemar-Bergner-Kindertagesstätte wird das gemeinsame monatliche Frühstück jeweils unter ein bestimmtes Motto gestellt, vom Frühlings- bis zum Halloween- oder Adventsfrühstück. Und die „Frühstückshelden“ helfen eifrig mit, wenn die lange Tafel gedeckt oder das reichhaltige Büffet bestückt wird. Sobald an diesem Tag morgens alle Kinder da sind, kanns losgehen mit dem gemeinsamen Essen – immerhin für insgesamt 124 Jungs und Mädchen. „Die Kinder genießen es“, freut sich Leiterin Elke Schwarz. Auch der Elternbeirat ist mit an Bord und unterstützt das Event.
Im Anne-Frank-Kindergarten (wo das Projekt in den vergangenen zwei Monaten kurzzeitig pausiert hat, im Januar aber wieder weiterläuft) hat das Team von Leiterin Juliane Kerling sogar eigens einen Bollerwagen angeschafft. Damit gehen jeweils acht Kinder mit der Erzieherin dann wöchentlich zum Einkaufen – und sorgen somit auch schon für die Planung ihres Frühstücks.
„Ich finde es wichtig, dass die Kinder gesund essen. Bei einigen sieht man in der Brotbox nämlich schon, dass da viel Abgepacktes oder zu viel Süßes drin ist“, berichtet Juliane Kerling. Das Argument der Eltern, dass ihre Sprösslinge Obst oder Gemüse einfach drin lassen würden, fällt beim gesunden Frühstück weg: Wenn alle anderen auch Gurken, Tomaten, Karotten oder Birnen und Äpfel essen, dann schmeckts plötzlich viel besser. „Eine sehr gute Sache“, findet sie.
Auch im Kinderhaus Altstadt sind die Kinder aktiv in die wöchentliche Frühstücksvorbereitung eingebunden, dort steht – wie auch bei der Bergner-Kita – immer mal eine spezielle Müslibar bereit, wo man sich die Schale mit Haferflocken oder Cornflakes füllen kann.
„Ein Projekt, das sehr gut ankommt“, nennt Dr. Carsten Krauß vom Lions Club Schwabach die Initiative, der er gemeinsam mit der Stadt als Träger der Kitas auf den Weg gebracht hat. Mit zumindest einem weiteren Kindergarten laufen gerade Gespräche, ob er auch an der Aktion teilnimmt. Toll fände es Krauß, wenn möglichst viele Kitas das gemeinsame, gesunde Frühstücken anbieten könnten. Dazu ist aber auch noch mehr Geld nötig.
Um den Kitas weiterhin – und vielleicht noch mehreren – das gesunde Frühstück zu ermöglichen, ruft der Lions Club deshalb zu Spenden auf. Spenden werden erbeten an das Lions Hilfswerk Schwabach e.V., Konto 750 136 350, BLZ 76450000, IBAN DE22 7645 0000 0750 1363 50 bei der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Stichwort: „gesundes Frühstück“.
Carola Scherbel
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Tiefer Einblick – ohne Wasser
Lions Club informierte sich auf der Baustelle des Schwabacher Hallenbads
Wasser ist im Becken noch nicht drin, aber tiefe Einblicke kann das neue Schwabacher Hallenbad schon gewähren. Stadtwerke- und Stadtbäder-Geschäftsführer René Lukas und der Stadtbäder-Betriebsleiter Dominik Fota haben dem Lions Club bei einer spannenden Führung im Bade- und im Kellergeschoss gezeigt und erklärt, wie weit der Bau (inklusive Verzögerung) gediehen ist.
Eigentlich würden die ersten Wasserratten hier bereits ihre Bahnen ziehen, und die Kinder der Schwimmkurse, die der Lions Club derzeit kostenfrei für die Acht- bis Elfjährigen anbietet, würden hier im neuen Hallenbad lernen, wie sie Arme, Beine, Atmen und das Wasser in den Augen koordinieren.
Aber es hat nicht geklappt mit der Eröffnung zur Wintersaison 2025. Warum, das erklärt René Lukas bei seiner Führung durch die Räume und die künftige Schwimmhalle, ganz genau: Beauftragt mit den Putzarbeiten für die beiden Schwimmbecken (das große mit fünf Bahnen misst 25 mal 12,5 Meter, das kleine Lehrschwimmbecken ist 8 mal 16,6 Meter groß) war nach ordnungsmäßiger Ausschreibung ein Unternehmen aus dem Erzgebirge, doch nach dem Aufbringen gewann die Sorge Oberhand. Halten die Fliesen – wie versprochen und zugesagt – auch wirklich auf dem Putz? Ein Gutachten brachte die ärgerliche Gewissheit: Nein.
Also Kommando zurück, Putz und Estrich mussten abgeklopft, Zahlungen gestoppt, Anwälte beauftragt werden – und den Auftrag führen jetzt heimische Unternehmen durch. Lukas: „Die haben ein Interesse daran, dass alles gut wird und richtig funktioniert.“
Das bedeutet allerdings, dass im Schwimmbecken im Moment eine Menge Sand liegt und dass die Schwimmer noch ein Jahr warten müssen. „Besser als wenn das Bad kurz nach der Eröffnung wieder schließen müsste, weil die Fliesen abfallen“, kommentiert Lukas lakonisch.
Dass das lang ersehnte neue Hallenbad ein Schmuckstück werden soll, ist ihm jetzt schon anzuhören: Die Schwimmhalle mit heller Holzdecke und der großen Glasfront Richtung Parkbad werde „richtig schön“, und dass es für Schwimmkurse ein extra Becken plus ein Planschbecken für die Kleinsten gebe, biete große Vorteile, freut sich auch Olaf Müller von der Wasserwacht. Denn im bisherigen Bad müssen dafür immer Bahnen abgetrennt werden, so dass jede Gruppe weniger Platz hat.
Rund 22 Millionen Euro an Investitionskosten werden fällig. Bund und Freistaat zahlen zwar auch Zuschussgelder, aber dafür gibt’s dann auch exakte Vorgaben. Zum Beispiel zur Mindest- und Maximaltiefe des Schwimmerbeckens oder zu den Startblöcken. Laut Lukas reicht das bis hin zu den Öffnungszeiten für Vereins- und Schulschwimmsport.
Aber neben den Investitionskosten sind es vor allem die laufenden Ausgaben, die auf den Saldo der Stadtwerke drücken. „Eine Million Euro müssen wir zuschießen – jedes Jahr,“ erläutert Lukas, doppelt so viel wie beim bisherigen kleineren Hallenbad an der Bismarckstraße. „Wollte man das Bad kostendeckend betreiben, wären rund 18 Euro Eintritt fällig.“
Wofür das Geld gebraucht wird, lässt sich beim Rundgang durch „Gehirn“, „Herz“ und „Nieren“ des Gebäudes gut nachverfolgen. Die Führungsgäste sehen nicht nur das künftige Eingangsfoyer, die Umrisse von Umkleidekabinen und das große Wasserbecken, das auf Betonstelen steht, „von unten“. Sie erfahren auch, wie viel Energie fürs Badevergnügen nötig ist. Neben der Raumtemperatur für die Badegäste sind es vor allem die 500 000 Liter Wasser in den Becken, die auf 26 bis 28 Grad angewärmt werden müssen. Das BHKW mit einer Gasheizung für die Grundlast sowie einem Spitzenlastkessel erzeugt Wärme und Strom, zusätzlich kümmert sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach um Energie. Diese Anlage versorgt dann übrigens auch das Freibad nebenan.
Moderne Niederdruckfilteranlagen halten das Wasser sauber, aber sie müssen täglich zwei Stunden vor Öffnung angeschaltet werden. „Also bitte immer vor dem Schwimmen duschen, sonst müssen die Mitarbeiter noch früher anfangen“, lacht René Lukas.
Ab wieviel Uhr die Gäste kommen können, wird noch festgelegt, sagt Bäderleiter Dominik Fota. Wochentags auf jeden Fall erst nachmittags, weil die Vormittage laut (Zuschuss)vorgaben für Schulen und Vereine reserviert sind. Am Wochenende aber heißt es schon ab morgens: Bahnen frei für alle!
Carola Scherbel


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Süßer Auftakt in die närrische Zeit
Als Krapfenkurier sammelt der Schwabacher Lions Club Spenden ein
Wie sollte der Fasching am 11.11. um 11.11 Uhr starten? Natürlich süß! Finden zumindest alle Krapfenliebhaber. Zum Faschingsauftakt geht’s kalorienmäßig in die Vollen, freuen sich die Fans von Narrenzeit und Schmalzgebäck. Auch in und um Schwabach, wo Karneval und Fastnacht nicht ganz so laut und närrisch starten wie in den großen Hochburgen an Rhein und Main. Der Krapfen gehört auf jeden Fall dazu, das beweist seit zehn Jahren die Krapfenaktion des Schwabacher Lions Clubs.
Nach dem Motto „Tue Gutes und esse dabei Gutes“ organisiert der Lions Club zusammen mit der Bäckerei Distler alljährlich einen süßen Faschingsauftakt: Gerd Distler steht an diesem Tag noch ein bisschen früher als sonst in seiner Backstube in Unterreichenbach, denn es gilt, rund 3000 Krapfen zusätzlich zu backen (die Zahl steigt jedes Jahr). Bestellt haben sie vorab etliche Schwabacher Einrichtungen und Betriebe, insgesamt 35 – von der Anwaltskanzlei bis zur Zahnarztpraxis, vom Bankhaus bis zum Kindergarten.
Nachdem Gerhard Biedenbacher vom Lions Club sowohl Bestellung als auch Ablauf genau organisiert hat, steht dann ab halb sieben Uhr früh auch dieses Mal Club-Mitglied Klaus Bonn in der Einfahrt vor der Backstube und bestückt nacheinander die Autos von etwa einem Dutzend freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern kartonweise mit den duftenden Köstlichkeiten. Zwischen 100 und 300 Krapfen bringen die einzelnen „Kuriere“ zu den Betrieben. So dass alle Faschingsfreunde in den Betrieben und den Kitas pünktlich um 11.11 Uhr einen leckeren Sessionsauftakt einläuten können.
Der Clou, der die süße Vor-Mittagspause noch veredelt: Gerd Distler gewährt dem Lions Club für die Krapfen einen großzügigen Nachlass, die Firmen bezahlen den regulären Preis und genießen den „Gratis-Lieferdienst“. Der Lions Club kann den Erlös direkt in seine sozialen Projekte stecken. So kommen im Lauf des Vormittags einige 1000 Euro zusammen, bedürftige Familien in und um Schwabach profitieren direkt davon, weil der Lions Club keinerlei Kosten für seinen Aufwand geltend macht.
Für Gerhard Biedenbacher und Klaus Bonn sowie ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter lohnt sich der Aufwand allemal – nicht nur wegen des Erlöses der Aktion. Sondern auch wegen der vielen erfreuten Mienen, wenn die puderzuckerbestäubten Leckereien in der Kantine, der Betriebsküche oder dem Konferenzraum angeliefert werden – und „weil es im eigenen Auto dann so gut danach duftet“.
Carola Scherbel

Bäckermeister Gerd Distler mit seiner frühmorgendlichen Krapfenproduktion für die Fahrerinnen und Fahrer des Lions Clubs.
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Lions Club Schwabach bietet Gratis-Schwimmkurs an
Mit Seestern, Hecht und Entenfüßen
„Anziehen – Ente – Frosch!“ Das ist die Aufgabe. Immer wieder Beine anziehen, die Füße wie eine Ente ranholen und dann die Beine in weitem Bogen lang machen. Konzentriert machen die Kinder mit, während sie kurzzeitig „auf dem Trockenen“ sitzen. Vorher und nachher aber war schon Spritzen, Plantschen, Tauchen dran. Sie haben den Seestern gemacht und den Hecht, „Reinspringen“ gehört natürlich auch dazu.
Die erste Dreiviertelstunde Schwimmkurs hat den Acht- bis Elfjährigen einen Riesenspaß gemacht. Die neun Kinder – alle schon etwas älter als „normalerweise“ die Schwimmkursteilnehmer – haben sich flach aufs Wasser gelegt, unter Wasser geblubbert und sich kräftig vom Rand abgestoßen. „Tauchen kann ich aber nicht“, hatte ein Mädchen zwar vorsorglich verkündet. Aber dann ist die Kleine mit Schwimmlehrerin Karin Pfeiffer an der Hand gleich mehrere Meter unter Wasser unterwegs – „wie ein Fisch“, lobt die Trainerin begeistert.
Die Angst vor dem Wasser zu nehmen, ist eine wichtige Voraussetzung fürs Schwimmenlernen, das haben die Kinder auf Anhieb und intuitiv gelernt, weil die beiden Schwimmtrainer sie ganz ohne Druck und mit Gespür für jedes einzelne Kind mit dem Wasser vertraut machen. Freilich hören sie auch erste Baderegeln wie etwa: Niemanden schubsen oder untertauchen, nicht rennen und nicht vor Lehrerin oder Lehrer ins Becken gehen. Aber all das funktioniert in entspannter, liebevoller Atmosphäre, Karin und Olaf Pfeiffer vermitteln Spaß am und im Wasser, Freude am Bewegen und am Erfolg, wenn das Wasser dann tatsächlich trägt.
Eigentlich gehören Olaf Pfeiffer und seine Frau Karin bei der Wasserwacht der Funktionärsebene an. Er ist Vorsitzender der Kreiswasserwacht Südfranken, sie ist „Beauftragte für die Ausbildung der Lehrscheininhaber“, bildet also die Schwimmlehrer aus. Aber immer wieder halten sie selbst Kurse ab – zum Beispiel jetzt die Schwimmkurse, die der Lions Club Schwabach eigens für die etwas älteren Grundschulkinder anbietet, für die Dritt- und Viertklässler. Für die, die das Schwimmen bisher noch nicht oder noch nicht richtig lernen konnten. Die Gründe sind vielfältig, die Folgen können verheerend sein.
„Kinder müssen schwimmen lernen!“ Aus dieser Überzeugung hat der Lions Club ein Projekt entwickelt und alle Schwabacher Grundschulen angeschrieben. Die Lehrkräfte sollten in ihren Klassen den Bedarf abfragen. Ergebnis: Mit insgesamt 20 Kindern aus drei Schulen sind jetzt die ersten beiden Kurse gestartet. Eigentlich hätten die Buben und Mädchen schon das neue Hallenbad eingeweiht, aber weil sich die Eröffnung verzögert, plantschen, schwimmen und tauchen sie jetzt eben noch im bestehenden. Und das mit richtig viel Spaß.
Schon nach der ersten Stunde wissen sie, dass die Ente-Frosch-Übung sinnvoll und notwendig ist, denn sie spüren unmittelbar: Beim Schwimmen sind auch die Beine wichtig.
Als es ans Reinspringen geht, hüpfen die Mutigen einfach vom Rand aus, andere probieren es erstmal im Sitzen. Und beim Untertauchen gibt’s auch mehrere Varianten: Während Mohamed und Michael schon einen Meter tief nach dem roten Ring tauchen oder sich einfach kopfunter aufs Wasser legen, wollen Lena und Gabrijella das Ringetauchen lieber noch im seichteren Wasser an der Beckentreppe üben. „Und dann nicht über die Augen wischen, sondern nur blinzeln!“, empfiehlt Karin Pfeiffer. Zwei Mal probiert es Lena, und schon klappts.
Während die Mädchen und Jungs ihre ersten Schwimmzüge machen, stehen mehrere Mitglieder des Lions Clubs draußen schon wieder parat, um die nächsten zehn Kinder für den zweiten Kurs in Empfang zu nehmen. Denn der Club hat das Projekt nicht nur in die Wege geleitet und organisiert, er bezahlt nicht nur die anfallenden 2400 Euro für die beiden Kurse, sondern er kümmert sich – in Gestalt von Klaus und Karin Bonn sowie Bernd und Karin Hofbauer – auch um alle ankommenden Kinder, bis sie am Becken sind und bis sie danach von ihren Eltern draußen wieder abgeholt werden. Also Umziehen, Duschen, hinterher in umgekehrter Reihenfolge – und nix vergessen und erst mit trockenen Haaren nach draußen gehen!
Nach den ersten beiden Kursen sind im Januar die nächsten geplant.
Carola Scherbel

