Veranstalter der Activities ist das Lions Hilfswerk Schwabach e.V.;

Lions Club Schwabach überreicht 1887 Euro für ein Theaterprojekt an den Weißen Ring

SCHWABACH – Feuchte Schlabberküsse und ungewollt umarmt werden: Wenn Onkel Burschi und Tante Herzi zu Familie Katze zu Besuch kommen, kriegen die drei Katzenkinder Salome, Tom und Lotte ein mulmiges Gefühl. Eigentlich wollen sie von den Verwandten gar nicht gedrückt, geküsst und betatscht werden. Aber wie lernen sie, so ein Gefühl zu formulieren? Wie lernen sie, zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen zu unterscheiden? Und wie lernen sie, stark zu werden und sich zu wehren? Das Theaterstück „Pfoten weg!“ zeigt, wie die drei Katzenkinder laut und vernehmlich „nein“ sagen können, wobei ihre Freunde Hase und Igel sowie Sausi und Brausi eine Rolle spielen – und natürlich die Katzenfee.

Der Weiße Ring führt das Theaterstück „Pfoten weg!“ in Schwabach im Markgrafensaal und im Landkreis Roth in einer Aktionswoche derzeit 16 Mal auf – vor mehr als 1000 Schwabacher und insgesamt mehr als 6000 Kindern aus dem Landkreis.

Für Mädchen und Buben zwischen vier und acht Jahren hat die Pädagogin Irmi Wette Buch und Theaterstück entwickelt, der Weiße Ring als Veranstalter will damit Kinder stärken: gegen unangenehme Nähe, gegen Übergriffe und gegen sexualisierte Gewalt.

Die Botschaften des Stücks mit den Katzenkindern als Identifikationsfiguren sind: Du darfst Deine Gefühle zeigen, Du darfst laut „Nein!“ sagen, Dein Körper gehört Dir, Du darfst Dir Hilfe holen.

In Schwabach hat die Aktionswoche soeben begonnen, viele Sponsoren und auch die Stadt Schwabach haben dazu beigetragen, dass von den Kosten von rund 50000 Euro zumindest zwei Drittel gedeckt werden. Auch der Lions Club hatte mit 3000 Euro bereits dazu beigetragen, jetzt kommen noch einmal fast 2000 Euro vom Club dazu. Exakt 1887 Euro sind es, die Lions-Präsident Dr. Stephan Brückner zum Start von „Pfoten weg!“ an Anton Krach, den hiesigen Ortsgruppenleiter des Weißen Rings, überreicht hat.

Der unrunde Betrag liegt an der Summe, die die Gäste des „Weihnachts-Prosecco“ in der enoteca von Enzo Olmorisi gespendet hatten. Dabei waren 3687 Euro im Spendenkübel eingegangen, genau 1800 Euro davon hat der Lions Club Livorno für ein Krankenhaus-Projekt in Tansania erhalten. „Und er hat sich sehr über die Spende gefreut“, berichet Enzo Olmorisi.

Die zweite Hälfte konnte nun Anton Krach für den Weißen Ring in Form eines großen Schecks von den Spendensammlern Klaus Bonn, Enzo Olmorisi und Dr. Stephan Brückner entgegennehmen.

Für Anton Krach eine besondere Freude, weil zu den ersten 3000 Euro noch ein weiterer Betrag dazu kam. Zu Recht, meint Brückner, denn das Projekt „Pfoten weg!“ ist „hervorragend“.

CAROLA SCHERBEL

 

Bild:Einen weiteren Spendenscheck über 1887 Euro (nach dem ersten über 3000 Euro) haben (v.l.) Klaus Bonn, Enzo Olmorisi und Präsident Dr. Stephan Brückner vom Lions Club Schwabach an Anton Krach vom Weißen Ring für das Theaterprojekt „Pfoten weg!“ übergeben.

Weihnachtsaktion: Enzo Olmorisi und der Lions Club freuen sich über 3637 Euro

SCHWABACH – Feiern für den guten Zweck ist am schönsten: Das Anstoßen kurz vor der Bescherung am Heiligen Abend in der enoteca in Schwabach hat längst Tradition. An die 100 Gäste stoßen mit dem von Enzo Olmorisi gestifteten „Weihnachts-Prosecco“ an, gleichzeitig spenden sie großzügig für soziale Projekte des Lions Clubs.

Diesmal haben die Besucher für einen neuen Rekord gesorgt: 3637 Euro sind im Lauf der zwei fröhlichen Feierstunden zusammen gekommen. Für Olmorisi und den Lions Club ein wunderbares Weihnachtsgeschenk – oder zwei Geschenke. Denn das gespendete Geld wird in zwei Projekte gesteckt.

Eins davon kennt der enoteca-Betreiber aus der eigenen Familie: Olmorisis Schwester im toskanischen Livorno engagiert sich gemeinsam mit dem Lions Club ihrer Heimatstadt für Menschen in der Region Dodoma in Tansania. Bei ihrem Besuch in dem afrikanischen Land hat sich die Italienerin selbst ein Bild davon gemacht, wie wichtig im örtlichen Krankenhaus Renovierung und bessere Ausstattung der Entbindungsstation sind. Eine neue Abteilung für Frühchen und für Kinder mit frühkindlichen Erkrankungen soll mit Hilfe der Spenden entstehen.

Den zweiten Teil des Geldes wollen Enzo Olmorisi und der Lions Club dem Verein „Pfoten weg!“ zur Verfügung stellen. Der Verein führt für Kinder von vier bis acht Jahren ein interaktives Theaterstück zum Thema sexualisierte Gewalt auf – in Schwabach findet der Aktionstag dazu im Januar statt, mehr als 1500 Kinder sind dafür bereits angemeldet. „Kinder sollen lernen, nein zu sagen“, propagiert der Verein. Denn Gewalterfahrungen prägen ein gesamtes Leben.

Enzo Olmorisi: „Wir unterstützen dieses Projekt, weil wir die Schwächsten in unserer Gesellschaft stärken wollen.“

CAROLA SCHERBEL

Nichts geht mehr: Wie Dimitri dem Leben nur noch zusehen kann – Lions Club bittet um Spenden –

Es war ein früher Morgen im September 2023, seitdem ist nichts mehr wie vorher. Der 53-jährige Familienvater, nennen wir ihn Dimitri R., steht beim ersten Weckerklingeln auf, wie immer ganz leise, damit die Familie noch weiterschlafen kann, wenn er ganz früh zu seiner Arbeitsstelle in Schwabach fährt. Doch diesmal rumpelt und kracht es plötzlich, so dass seine Frau Anna – auch sie heißt in Wirklichkeit anders – besorgt aufsteht. Und ihren Mann schwanken, stolpern und fallen sieht, immer wieder, durch die halbe Wohnung. Alles gut, meint er noch, er will unbedingt zur Arbeit gehen. Da ruft sie schon den Rettungsdienst.

Ein Thrombus im Gehirn, heißt es im Schwabacher Krankenhaus, Dimitri wird ins Südklinikum gebracht, nach fünf Stunden Warten erfährt Anna, dass das Blutgerinnsel nicht entfernt werden kann und während der OP wohl noch ein zweiter Schlaganfall dazukam. Als sie ihren Mann an diesem Abend wiedersieht, ist er „zwar lebendig, aber wie tot“. Er erkennt niemanden, kann sich nicht bewegen, nicht sprechen, nicht schlucken, nichts. Die Klinik schickt ihn nach zwei Wochen zu einer Reha, aber dort erleidet Dimitri einen epileptischen Anfall, er wird ins Krankenhaus nach Coburg gebracht. Erst da stellen die Ärzte fest, dass Dimitris Körper voller Thrombosen ist – in den Beinen, im Herzen, im Gehirn. Und er hat ein (natürliches) Loch im Herzen, was wohl für die Gerinnsel verantwortlich war. Das Loch wird geschlossen. Aber der Patient bleibt ein schwerster Pflegefall.

Seit Mai ist er jetzt wieder daheim, seine Frau ist rund um die Uhr für ihn da, die beiden erwachsenen Kinder helfen, wo immer es geht. „Gott sei Dank“, ist Anna froh, „sie wohnen noch daheim.“ Dimitri kann inzwischen – mit Hilfe – bis zu fünf Schritte gehen. Er kann eine Gabel wieder halten, sie manchmal bis zum Mund führen. Und er versteht ein bisschen, einfache Worte, kurze Sätze. Aber selbst sprechen, das klappt immer noch nicht wirklich. Das Griechische, seine Muttersprache, kam zuerst wieder, „Apfel“, Hose“, solche Worte hat eine junge Logopädin dann mit ihm geübt.

Aber das Deutsche – Dimitri war mit 16 mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen, seit mehr als 20 Jahren arbeitet er hier bei einem Unternehmen, seine spätere Frau hat er hier kennengelernt und geheiratet – war noch tiefer verschüttet. Wohin mit der Zunge bei dem Wort „Tee“? Wie geht das „K“? Er schafft es nicht, sagt Anna und wischt sich ganz schnell die Tränen ab. Das macht sie automatisch, eigentlich darf sie gar nicht weinen. „Vor ihm sind wir immer stark, immer gut drauf“, sonst wird es auch für ihn noch viel schlimmer.

Denn er spürt natürlich, wie ohnmächtig er ist. Er, der Große, Starke, immer so gern gelaufen ist, der im Wald unterwegs war und am Wasser, der sich für das Weltgeschehen interessiert hat und fix in allen technischen Sachen war, der seine Pflanzen geliebt und gepflegt hat, der mit seinem Freund in der Werkstatt herumgeschraubt hat. „Jetzt“, erzählt Anna, „les ich ihm was vor“. Oder sie versucht mit ihm zu rechnen, wenn vor ihm drei Äpfel liegen und daneben noch zwei. Die fünf Finger zu zeigen, gelingt ihm nicht.

Neben all dem Bemühen und Füttern und mehreren Therapiestunden täglich, neben den durchbrochenen Nächten, weil Dimitri selbst Angstträume hat, weil auch sein Blasenmuskel nicht funktioniert, neben der Angst, dass er selbst den einen Schritt vom Rollstuhl zum Sofa nicht schafft und stürzt – neben all dem muss Anna immer wieder kämpfen. Um das Geld von der Krankenkasse, das erst mit der Hilfe eines Anwalts kam. Um Pflegestufe und Pflegegeld, um eine richtig angepasste Schiene für den rechten Fuß, der nicht nur bewegungslos ist, sondern auch verkrampft und in Schiefstellung. Die Schiene passt immer noch nicht, trotz vieler Termine, für die sie ihren Mann extra mit nach Nürnberg zur Werkstatt des Sanitätshauses gefahren hat. Die Krankenkasse wird eine neue Anpassung sicher nicht bezahlen, vermutet Anna. Schon bei der – untauglichen – ersten Schiene habe man sich lange gesträubt.

Den Kampf ums Krankengeld hat sie verloren. Statt es eineinhalb Jahre lang zu bekommen, habe der medizinische Dienst ihrem Mann bereits nach einem Jahr beschieden, dass er jetzt die Berufsunfähigkeitsrente beantragen müsse. Ein halbes Jahr weniger Krankengeld, für die Familie heißt das, es fehlt dringend nötiges Geld. Und für die Psyche fehlt es auch an ganz vielem – nicht nur Dimitri, sondern auch Anna, ihrer Tochter und ihrem Sohn. Ein eigenes Leben hat niemand von ihnen.

Wie es weitergeht? Anna weiß es nicht, aber sie lächelt tapfer und wischt sich nochmal schnell eine Träne von der Wange. „Ich hoffe einfach immer weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

CAROLA SCHERBEL

Info:

Der Lions Club Schwabach kümmert sich seit Jahren um Bedürftige.
Für Dimitri R. bittet er um Spenden, damit eine Schiene für seinen Fuß angepasst werden kann.
Geldspenden gehen ohne Abzüge an die Empfänger (aus organisatorischen Gründen werden keine Sachspenden angenommen):

Lions Hilfswerk Schwabach e.V.
Sparkasse Mittelfranken-Süd
IBAN DE22 7645 0000 0750 1363 50
Stichwort: „Dimitri R.“

 

Aktion von Lions Club und Werbe- & Stadtgemeinschaft

SCHWABACH

Weihnachten steht vor der Tür! Ein untrügliches Zeichen dafür sind die begehrten Adventskalender mit dem Motiv von Schwabachs Stadtkirche mit Rathaus und Krippenhaus, die ab sofort wieder in Schwabacher Geschäften verkauft werden.

Bereits zum 17. Mal bietet der Lions Club zusammen mit der Werbe- & Stadtgemeinschaft den begehrten Kalender mit 24 Türchen zum Verkauf an, natürlich für einen guten Zweck. Die Kalender – es sind wieder insgesamt 6000 Stück – kosten 6,50 Euro pro Stück und bieten nicht nur ein süßes Innenleben mit Schokolade, sondern auch attraktive Preise: wertvolle Einkaufsgutscheine, einen Rundflug über Schwabach bis hin zu VIP-Tickets für den Challenge Roth 2025. Die Gewinner können ihre Preise noch bis zum 31. März 2025 bei der Stelle abholen, die in der Verlosung angegeben ist.

Der Reinerlös des Adventskalenders kommt der Weihnachtspäckchen-Aktion des Lions Clubs zugute, der Unterstützung für bedürftige Familien in Schwabach, außerdem der Förderung von Kinder- und Jugendprojekten in der Stadt und der „Schwabacher Tafel“.   

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Auf dem Foto (v.l.) Gernot Brandl, Dr. Stephan Brückner und Bruno Fetzer mit dem Plakat für den Adventskalender 2024 von Lions Club und Werbe- & Stadtgemeinschaft.

Foto: Lions Club

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Das Geld geht ohne jegliche Abzüge an bedürftige Einzelfälle oder soziale und kulturelle Projekte weiter. Lions arbeiten ehrenamtlich, stellen nicht nur ihre Ideen und Arbeit für das Hilfswerk zur Verfügung, sondern berechnen auch keine Verwaltungskosten.
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Spendenkonto Lions Hilfswerk Schwabach e.V.:
IBAN: DE97 7656 0060 0007 8672 04
BIC GENODEF1SWR
VR-Bank Mittelfranken Mitte eG

IBAN: DE22 7645 0000 0750 1363 50
BIC: BYLADEM1SRS
Sparkasse Mittelfranken Süd

Adresse
Lions Hilfswerk Schwabach e.V.
c/o Bernhard Hofbauer
Lindenstraße 44b, 91126 Schwabach


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Weblinks

Für die freundlicher Unterstützung
www.werbe-stadtgemeinschaft.de